Fokusthema 1: Politische Interventionen

Tag der Freien Berufe

Anlässlich des Tages der freien Berufe am 28. Oktober trafen Vertreter/-innen aus Politik und den freien Berufen Frau Bundesrätin Baume-Schneider, um über den Fachkräftemangel zu diskutieren. Eine vom Schweizerischen Verband freier Berufe in Auftrag gegebene Studie zu diesem Thema zeigt, dass rund 70 Prozent der Berufstätigen fehlende personelle Ressourcen in ihren Berufen als zentrales Problem ansehen.

In seinem Plädoyer machte sich der Vizepräsident von ChiroSuisse, Alexandre Emery, stark für mehr Ausbildungsplätze für Chiropraktor/-innen, insbesondere in der Westschweiz. Der Numerus clausus stelle eine Zugangsbarriere für potenziell Interessierte dar. Ein weiteres Problem sei, dass junge Menschen freie Berufe als risikoreich ansehen und deshalb stabile, sichere Arbeitsbedingungen bevorzugen. Er bilanzierte, dass der Fachkräftemangel in der Chiropraktik erheblich sei, zunehmend zu einem Problem für Patientinnen und Patienten werde und eine qualitativ hochstehende Versorgung unmöglich mache.

Basierend auf diesen Erkenntnissen fordert ChiroSuisse, folgende Massnahmen zu priorisieren:

  1. Für französischsprachige Gymnasiast/-innen gibt es neben dem Numerus clausus zusätzlich die Sprachbarriere für die Aufnahme des Chiropraktik-Studiums. Es soll deshalb zeitnah die Möglichkeit geschaffen werden, Chiropraktik in der Romandie zu studieren. Dies entspricht dem politisch breit abgestützten Postulat von Blaise Vionnet, welches die Prüfung der Situation in der Romandie fordert.
  2. Das Parlament hat im Jahr 2023 das Unternehmensentlastungsgesetz verabschiedet. Dieses verlangt die Reduktion administrativer Auflagen für KMU. Eine messbare und rasche Umsetzung des Gesetzes wird gefordert.
Tag der Freien Berufe
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